23.10.2018 bis 28.4.2019 – phanTECHNIKUM – Technisches Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern

Die Geschich­te der alten Han­se­stadt Wis­mar ist mit dem Meer, dem Hafen, der Schiff­fahrt und dem Schiff­bau auf nahe­lie­gen­de Wei­se sehr eng ver­bun­den. Für Ost­see-Tou­ris­ten ist sie zudem ein belieb­tes Rei­se- und Aus­flugs­ziel. In Sicht­wei­te zur gro­ßen Werft hat sich das Tech­ni­sche Lan­des­mu­se­um Meck­len­burg-Vor­pom­mern – phan­TECH­NI­KUM – als Kul­tur-, Geschichts- und Wis­sen­schafts­standsort eta­bliert – für unse­re Schiffs­aus­stel­lung genau die rich­ti­ge Adres­se. Wir zei­gen 37 groß­for­ma­ti­ge Fotos und Infor­ma­ti­ons­ta­feln. In den Vitri­nen fin­den 150 ori­gi­na­le Spiel­zeug­schif­fe unse­rer Samm­lung Platz. Aus dem Archiv­be­stand des Muse­ums konn­ten wir zudem mit wun­der­ba­ren his­to­ri­schen Foto­gra­fi­en eine Brü­cke in die mari­ti­me Rea­li­tät schla­gen.

»Leinen los!« im Technischen Landesmuseum in Wismar

Mit zünf­ti­gen See­manns­lie­dern stimm­te ein zwan­zig­köp­fi­ger Shan­ty-Chor auf das The­ma ein, das im Fol­gen­den von Direk­tor Andrej Qua­de, Bür­ger­meis­ter Tho­mas Bey­er und uns Aus­stel­lungs­ma­chern in kur­zen lau­ni­gen Rede­bei­trä­gen noch etwas ver­tieft wur­de. Bei Sekt und Schmalz­stul­len ging es dann wei­ter mit Musik und die Aus­stel­lung wur­de in Augen­schein genom­men. Jeder konn­te Neu­es ent­de­cken und zugleich wur­den vie­le Erin­ne­run­gen wach. Es gab inter­es­san­te Gesprä­che mit den Besu­chern und unter Samm­lern. Wir dan­ken allen, die dazu bei­getra­gen haben, für die­sen wun­der­ba­ren Abend.

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Nächster Hafen – Wismar!

Wir freu­en uns sehr dar­auf, die Aus­stel­lung »Lei­nen los!«  vom 23. Okto­ber 2018 bis 28. April 2019 im Tech­ni­schen Lan­des­mu­se­um Meck­len­burg-Vor­pom­mern zu prä­sen­tie­ren. In dem Muse­um wer­den tech­ni­scher Ent­wick­lun­gen in vie­len Berei­chen anschau­lich und ver­ständ­lich gemacht. Die Schiff­fahrt spielt dabei eine wesent­li­che Rol­le. Zu den gro­ßen Schiffs­mo­to­ren in der Dau­er­aus­stel­lung wer­den wir die Geschich­te der Schiff­fahrt dann auch anhand von ca. 200 ori­gi­na­len his­to­ri­schen Spiel­zeug­schif­fen auf­zei­gen kön­nen.
Mehr Infor­ma­tio­nen: www.phantechnikum.de

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An einem Samstag in Bitterfeld

An einem grau­en Mor­gen mach­ten wir uns auf den Weg zum Trö­del­markt in Bit­ter­feld. In einem eins­ti­gen Bau­markt erwar­te­ten uns die Händ­ler mit dem Zivi­li­sa­ti­ons­müll der letz­ten zwei Jahr­zehn­te. Doch soll man sich nie vom ers­ten Blick täu­schen las­sen und so dreh­ten wir kon­zen­triert unse­re Run­den und als­bald wur­den unse­re Mühen belohnt. Die Matro­sen und Offi­zie­re pro­du­zier­te der VEB Pla­ho in Steinach/Thüringen in den 1970er und 1980er Jah­ren. Die klei­nen Spiel­fi­gu­ren wur­den von Hand bemalt und wie man erken­nen kann, ent­stan­den so lau­ter Uni­ka­te. Nach 1990 wur­de der klei­ne Tra­di­ti­ons­be­trieb wie­der den eins­ti­gen Eigen­tü­mern über­ge­ben. Heu­te pro­du­ziert die Fir­ma Maro­lin u.a. tra­di­tio­nel­le Krip­pen­fi­gu­ren aus Papier­ma­chée von aller­höchs­ter Qua­li­tät.

»Hein Mück« in Hamburg

Hein Mück, der Mann mit der Zieh­har­mo­ni­ka, war in Bre­mer­ha­ven ein stadt­be­kann­tes Ori­gi­nal. Hein Mück ist aber auch der Name unse­res Ham­bur­ger Hafen­schlep­pers aus den 1960er Jah­ren. Als die Samm­lungs­fo­to­gra­fen kürz­lich die Stadt im hohen Nor­den besuch­ten, war das Spie­zeug­schiff mit an Bord. Das Hafen­vier­tel hat sich sehr gewan­delt. Wo frü­her in Lärm und Dreck pau­sen­los Waren aus aller Welt aus­ge­la­den und umge­schla­gen wur­den, fla­nie­ren heu­te die Leu­te und ent­span­nen sich in Cafés, bevor es am Abend in die neue Oper geht. Und den­noch traf unser klei­ner Hein Mück auch sei­ne gro­ßen Brü­der und das war ganz gewiss ein freu­di­ges Wie­der­se­hen.

»Leinen los!« in Teltow

Tel­tow ist kei­ne alte Han­se­stadt und einen wei­ten Strand hin­ter den Dünen sucht man vor den Toren Ber­lins ver­geb­lich. Um so mehr haben wir uns über die Anfra­ge aus dem Rat­haus gefreut, denn Schif­fe und Tel­tow gehö­ren seit 100 Jah­ren untrenn­bar zusam­men. Der Land­rat Ernst von Stu­ben­rauch hat­te einst­mals den Bau des Tel­tow­ka­nals auf den Weg gebracht. Die moder­ne Was­ser­stra­ße ver­bin­det seit­her Spree und Havel. In die­sem Jahr beginnt der Bau einer eige­nen Mari­na. In den lan­gen Flu­ren des Tel­tower Rat­hau­ses fan­den unse­re Fotos einen neu­en Aus­stel­lungs­ort. Womög­lich wer­den die War­te­zei­ten für die Bür­ger dadurch nicht kür­zer, aber nun kön­nen sie mit einem Blick auf unse­re Bil­der in Gedan­ken auf Rei­sen gehen. Dem Haus­tech­ni­ker Herrn Masch­ke dan­ken wir sehr für sei­ne tat­kräf­ti­ge Unter­stüt­zung.

»Reise, Reise!«

Das neue Jahr hat kaum begon­nen, da waren wir schon im eisi­gen Schnee­trei­ben auf dem Weg nach Olden­burg. Im Lan­des­mu­se­um Natur und Mensch führ­ten wir eini­ge Inter­es­sier­te ein letz­tes Mal durch die Aus­stel­lung. Eine sol­che Begeg­nung mit den Besu­chern ist immer wie­der span­nend, weil neue Fra­gen nach neu­en Ant­wor­ten ver­lan­gen, die uns zur Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma zwin­gen. Wenn dann erfah­re­ne Spiel­zeug­samm­ler ein­ge­ste­hen, dass auch sie noch eini­ges Neu­es ent­de­cken konn­ten, ist das bei­na­he ein Rit­ter­schlag. Wohl­be­hal­ten kehr­ten die Schif­fe zurück in ihren Hei­mat­ha­fen. Wir bedan­ken uns sehr herz­lich bei allen Mit­ar­bei­tern des Muse­ums und freu­en uns auf ein Wie­der­se­hen.

Am Oldenburger Hafen

Die Stadt an der Hun­te hat einen Hafen, ab dem sich der Fluss von einer Bin­nen­was­ser­stra­ße in eine See­schiff­fahrts­stra­ße wan­delt. Beson­ders ein­drucks­voll ist die Eisen­bahn­brü­cke Drie­la­ke. Sie kann samt ihrer elek­tri­schen Ober­lei­tun­gen auf­ge­klappt wer­den. Zusam­men mit dem alten Was­ser­turm bil­det sie ein ein­drucks­vol­les archi­tek­to­ni­sches Ensem­ble. Olden­burg ist eine schö­ne Stadt, die von den Zer­stö­run­gen des Krie­ges wie auch von den ver­hee­ren­den Bau­sün­den der fol­gen­den Jahr­zehn­te in weit­ge­hend ver­schont geblie­ben ist. Uns hat es gefal­len.

Blick in die eigene Vergangenheit

Spiel­zeug­schif­fe aus Kunst­stoff sind kein tra­dier­tes Samm­lungs­the­ma und zu behaup­ten, sie bil­den den Kern unse­rer kul­tu­rel­len Iden­ti­tät, wäre womög­lich leicht über­trie­ben. Bei einem Blick in die Vitri­nen wird man den­noch weh­mü­tig, da einem erst im Ange­sicht die­ser Men­ge an ver­schie­de­nen For­men und Far­ben klar wird, welch ein Schatz aus den Spiel­zeug­lä­den und auch aus dem eige­nen Bewusst­sein ver­schwun­den ist und wel­chen Ver­lust es bedeu­tet, wenn ganz all­täg­li­che Tei­le unse­rer eige­nen Kind­heit lei­se von uns gehen.

Ahoi Oldenburg!

Mit lau­ni­gen Reden und stau­nens­wer­tem Buf­fet wur­de die Aus­stel­lung »Lei­nen los!« im Lan­des­mu­se­um Natur und Mensch in Olden­burg eröff­net. Das Publi­kum zeig­te sich wohl­wol­lend, auf­ge­schlos­sen und neu­gie­rig. Vie­le Fra­gen wur­den gestellt und wie man auf den Fotos, allein mit den Mit­teln der Insze­nie­rung, so ver­schie­de­ne Anmu­tun­gen von Was­ser erschaf­fen kann, woll­ten die Besu­cher ganz genau wis­sen. Uns war es eine gro­ße Freu­de und so hof­fen wir sehr, dass die Aus­stel­lung in den kom­men­den Wochen wei­ter­hin ein der­ar­ti­ges Inter­es­se fin­det.

4.10.2015 bis 3.1.2016 – Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg

Im Jahr 2012 waren wir mit unse­rer Aus­stel­lung „Mecha­ni­sche Tier­welt“ erst­mals zu Gast im Lan­des­mu­se­um Natur und Mensch in Olden­burg. So ist es uns eine beson­de­re Freu­de, nun mit unse­ren his­to­ri­schen Spiel­zeug­schif­fen ein wei­te­res Mal in Olden­burg vor Anker zu gehen. 25 Foto­gra­fi­en schmü­cken die Gale­rie und 190 ori­gi­na­le his­to­ri­sche Spiel­zeug­schif­fe sind in den Vitri­nen zu bestau­nen. Eini­ge gibt es hier erst­mals zu sehen, denn wei­ter­hin hal­ten wir die Augen offen und freu­en uns über neue Stü­cke für die Samm­lung.

Weltrekord auf dem Lake Washington

Am 26. Juni 1950 gelang es dem Auto­händ­ler Stan­ley Say­res aus Seat­tle mit sei­nem selbst gebau­ten Renn­boot »Slo-Mo-Shun IV« einen neu­en Geschwin­dig­keits­re­kord (260 km/h) auf­zu­stel­len. Das klei­ne Boot hat­te er aus einer Holz­kon­struk­ti­on gefer­tigt und mit Stütz­flü­geln ver­se­hen, so dass es bei hoher Geschwin­dig­keit Auf­trieb erhielt, wodurch es über der Was­ser­flä­che schweb­te und nur noch der Prop­pel­ler­an­trieb im Was­ser ver­blieb. Say­res erlang­te mit sei­nem Hydro­pla­ne enor­me Popu­la­ri­tät.

Unser Spiel­zeug stammt aus die­ser Zeit. Dass die Schreib­wei­se und die Num­me­rie­rung nicht exakt dem Welt­re­kord­boot ent­spre­chen, beruht ver­mut­lich auf namens­recht­li­chen Über­le­gun­gen der Fir­ma Ide­al Toys. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es hier und auch hier.

Der erste seiner Art

Der sowje­ti­sche Atom­eis­bre­cher »Lenin« wur­de als welt­weit ers­tes Schiff sei­ner Art 1959 in Dienst gestellt. Mit der Kraft von drei Atom­re­ak­to­ren sorg­te er im hohen Nor­den für freie Fahrt durch das Eis­meer. Die Risi­ken der Tech­nik wur­den durch zwei Reak­tor­un­fäl­le deut­lich. 1989 ging der Eis­bre­cher im Hafen von Mur­mansk vor Anker und wur­de zu einem Muse­ums­schiff umge­baut. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen bei Wiki­pe­dia und in einem Zei­tungs­bei­trag der Welt.

Unser klei­ner Eis­bre­cher aus Plas­tik wur­de in 1975 in der Towa­r­of Fabrik in Sagorsk her­ge­stellt und kos­te­te 25 Kope­ken.

Auf Wiedersehen in Wolfsburg

Kaum zu glau­ben: Die Rei­se der Schiffs­mo­del­le im Stadt­mu­se­um Schloss Wolfs­burg geht lang­sam ihrem Ende ent­ge­gen. Eine erfolg­rei­che Aus­stel­lung ver­dient natür­lich noch einen stim­mungs­vol­len Abschluss: Am Sonn­tag, dem 12. Okto­ber, lädt Dr. Arne Stei­nert ab 15 Uhr zur aller­letz­ten Füh­rung und wir freu­en uns auf ein Wie­der­se­hen. Gern kom­men auch wir noch ein­mal mit den Besu­chern ins Gespräch und kön­nen Aus­kunft geben über unse­ren Spaß am Sam­meln und Foto­gra­fie­ren his­to­ri­scher Spiel­zeug­schif­fe. Mit Klaus Sper­ling hat zudem ein Vete­ran der Bin­nen­schiff­fahrt sein Kom­men zuge­sagt: Von sei­nem Hei­mat­ha­fen Braun­schweig aus befuhr er von 1956 bis 1980 die Was­ser­stra­ßen Euro­pas, dar­un­ter als „Ber­lin-Ver­sor­ger“ auch den Mit­tel­land­ka­nal. Den Muse­ums­gäs­ten ver­mit­telt die­ser Zeit­zeu­ge Infor­ma­tio­nen über das Leben und Arbei­ten auf dem Was­ser aus ers­ter Hand. Dazu spen­diert der För­der­ver­ein des Stadt­mu­se­ums min­des­tens eine Run­de Ahoj-Brau­se und wei­te­re süße Über­ra­schun­gen! Der Ein­tritt ist frei!

Noch bis zum 12. Okto­ber ist Gele­gen­heit, die Samm­lung der Spiel­zeug­schif­fe, die Foto-Insze­nie­run­gen und die Wolfs­bur­ger Aus­stel­lungs­stü­cke zur Geschich­te des Mit­tel­land­ka­nals in Augen­schein zu neh­men. Bis­lang taten dies schon über 2000 begeis­ter­te Besu­che­rin­nen und Besu­cher, und auch die Begleit­ver­an­stal­tun­gen waren gut besucht: Klei­ne See­fah­re­rin­nen und See­fah­rer hol­ten sich in ihren Feri­en durch die aus­ge­stell­ten Model­le Anre­gun­gen für tol­le eige­ne Kon­struk­tio­nen und Foto­gra­fi­en, bei Aus­stel­lungs­rund­gän­gen und einer Füh­rung durch die Kanal­schleu­se Sül­feld über­traf der Andrang alle Erwar­tun­gen und Ali Alt­schaf­fels Zeit­raf­fer-Film „timel­ap­se Ber­li­ner Brü­cke“ erleb­te eine gelun­ge­ne zwei­te Pre­mie­re: So hat man den Schiffs­ver­kehr auf Wolfs­burgs wich­ti­gem Was­ser­weg noch nie gese­hen (und gehört)! Der Film ist inzwi­schen auch im Muse­ums-Kino abruf­bar.

Vom Aufbau zur Eröffnung

Der Wolfs­bur­ger Foto­graf Peter Rie­waldt unter­stützt seit Jah­ren als frei­er Mit­ar­bei­ter das Stadt­mu­se­um. Wann immer dort eine neue Aus­stel­lung vor­be­rei­tet wird oder die Muse­ums­leu­te eine beson­de­re Akti­on pla­nen ist er mit sei­ner Kame­ra dabei. Wäh­rend der Auf­bau­ar­beit, beim Besuch des För­der­ver­eins und bei der fei­er­li­chen Eröff­nung hat er auch uns im Bild ein­ge­fan­gen. In der Aus­stel­lung »Lei­nen los!« wird auf einem TV-Moni­tor eine umfas­sen­de Foto­do­ku­men­ta­ti­on von Peter Rie­waldt gezeigt, der dem Mit­tel­land­ka­nal auf vol­ler Län­ge vom Dort­mund-Ems-Kanal bis zur Elbe erkun­de­te. Seit mehr als zwei Jahr­zehn­ten ist Peter Rie­waldt auch im Foto­club Wolfs­burg aktiv.

Die Ausstellung ist eröffnet!

Bei strah­len­dem Son­nen­schein und 30 Grad im Schat­ten wünsch­ten sich wohl alle ans Was­ser und um so grö­ßer war unse­re Freu­de, dass wir bei der Aus­stel­lungs­er­öff­nung in Wolfs­burg nicht allei­ne waren. Im gro­ßen Saal des Wolfs­bur­ger Schlos­ses nahm der Shan­ty­chor Dröm­lings­sän­ger Vors­fel­de Auf­stel­lung und die gestan­de­nen Män­ner, die im Leben nichts mehr über­ra­schen kann, san­gen, als ob es kein Mor­gen gäbe. Ein pas­sen­de­res Begleit­pro­gramm hät­te man sich nicht wün­schen kön­nen. So wird uns die­ser Tag unver­gess­lich blei­ben. Dar­über hin­aus geht unser Dank für die freund­li­che Auf­nah­me und tat­kräf­ti­ge Unter­stüt­zung an Dr. Arne Stei­nert und die kom­plet­te Muse­ums­mann­schaft.

29.7. bis 12.10.2014 – Stadtmuseum Schloss Wolfsburg

Ist von Wolfs­burg die Rede, denkt ein jeder an Auto­mo­bi­li­tät, doch eigent­lich ver­dankt die­ser Indus­trie­stand­ort sei­ne Exis­tenz allein dem Zugang zum Was­ser. Mit dem Bau des Mit­tel­land­ka­nals erhielt die länd­li­che Gegend einen ver­läss­li­chen Zugang zu Koh­le und Stahl. Unse­re Aus­stel­lung »Lei­nen los!« haben die Mit­ar­bei­ter des Stadt­mu­se­ums zum will­kom­me­nen Anlass genom­men, um end­lich auch mal die Geschich­te vom Leben am und mit dem Kanal zu erzäh­len.

 

Leinen los und Kurs auf Wolfsburg!

Nach ihrer Pre­mie­re in Ros­tock macht die Aus­stel­lung in die­sem Som­mer im Bin­nen­land erst­mals Sta­ti­on. Das Stadt­mu­se­um Schloss Wolfs­burg ist Gast­ge­ber vom 29. Juli bis zum 12. Okto­ber 2014 (Eröff­nung am Sonn­tag, 27. Juli, 15 Uhr). Ein bedeu­ten­der Was­ser­weg liegt auch hier vor der Haus­tür: der Mit­tel­land­ka­nal. Die Mit­ar­bei­ter des Stadt­mu­se­ums wer­den die Aus­stel­lung zum Anlass neh­men, die regio­nal­ge­schicht­li­che Bedeu­tung von Deutsch­lands längs­ter künst­li­cher Was­ser­stra­ße ein­ge­hen­der zu wür­di­gen. Wir tref­fen uns ab Ende Juli in Wolfs­burg am Kanal­ki­lo­me­ter 246! (Fotos: Stadt­mu­se­um Wolfs­burg)

Stadt­mu­se­um Schloss Wolfs­burg ∙ Schloß­stra­ße 8 ∙ 38448 Wolfs­burg
Di-Fr 10-17, Sa 13-18, So 11-18 Uhr
www.wolfsburg.de/stadtmuseum

Post aus Usbekistan

Aus dem fer­nen Tasch­kent, der Haupt­stadt Usbe­ki­stans, erreich­te uns ein wun­der­ba­res Spiel­zeug­schiff aus den 1950er Jah­ren. Der Fah­rer sitzt wie ein beweg­li­ches Steh­auf­männ­chen in dem sport­li­chen Boot und wenn es ein wenig mit Was­ser befüllt wird, dann schwimmt er dar­in und beginnt im Rhyth­mus der Wel­len zu tan­zen. Das schö­ne Stück kos­te­te einst­mals 45 Kope­ken. Die Prei­se waren in der Sowjet­uni­on fest­ge­schrie­ben und nicht ver­han­del­bar und wur­den des­halb häu­fig bei der Pro­duk­ti­on mit in das Mate­ri­al geprägt.

Weltrekord auf der Transatlantikroute

Die »S.S. United Sta­tes« lief 1952 vom Sta­pel und errang noch im sel­ben Jahr das Blaue Band für die schnells­te Atlan­tik-Über­que­rung eines Pas­sa­gier­schif­fes. Von New York bis Sou­th­hamp­ton brauch­te sie gera­de ein­mal drei­ein­halb Tage. Die­ser Welt­re­kord ist bis heu­te gül­tig. Durch die Zunah­me der Inter­kon­ti­nen­tal­flü­ge wur­de das Geschäft für die Ree­de­rei­en in den 1960er Jah­ren unren­ta­bel. 1969 wur­de die »S.S. United Sta­tes« außer Dienst gestellt. Seit­her wur­de das Schiff mehr­fach ver­kauft und erleb­te Jah­re des Ver­falls in ver­schie­de­nen Häfen der Welt. Seit 2011 bemüht sich eine pri­va­te Initia­ti­ve, das Schiff wie­der in Stand zu set­zen und als Muse­um aus­zu­bau­en. Das ame­ri­ka­ni­sche Spiel­zeug­schiff aus den 1950er Jah­ren ist die zwei­te Vari­an­te der »S.S. United Sta­tes« in unse­rer Samm­lung.

 

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